Sie ziehen zunächst einmal einen Strich unter die Situation und gehen über zu Ihrer Vision. Es gibt Leute, die sagen: Visionen sind was für Verrückte. Es gibt sogar einen bekannten Politiker, der das mal gesagt hat. Aber das schieben wir jetzt einmal zur Seite, sondern wir sehen das erst einmal praktisch. Eine Vision ist für uns als Arbeitsbegriff eine möglichst konkrete Vorstellung davon, wie Ihre Situation sein soll. Wir haben im ersten Schritt betrachtet, wie Ihre Situation derzeit ist. Jetzt gehen wir dazu über, wie diese Situation sein soll. Das ist eine kreative Arbeit, denn bildlich funktioniert das Ganze immer erst mal besser. Sie können es dann später noch in einen Text bringen.

Aber jetzt nehmen Sie sich erst einmal ein neues Blatt und einen Stift und malen ein Bild von Ihrer Vision, das heißt davon, wie Ihre Situation sein soll. Beispielsweise sagen Sie, Sie möchten fröhliche Mitarbeiter haben, die sich nicht streiten und nicht mehr aufeinander herumhacken (Sie können hierfür zum Beispiel Smiley-Gesichter malen). Oder Sie möchten an einem Ort wohnen, wo die Sonne scheint, Sie möchten es warm haben (Sonnensymbol). Sie möchten aber auch gern reisen (Bild von einem Flugzeug). Sie möchten die Welt und andere Kulturen kennenlernen. Sie können aber auch sehr praktische, griffige Dinge aus dem Arbeitsbereich oder aus einem Projekt nehmen, an dem Sie gerade arbeiten und das Sie hier darstellen.

Wichtig ist hierbei, dass Sie Ihren Emotionen folgen. Denken Sie daran: das, was logisch ist, was in Ihrem Kopf vorgeht, das bringt Sie zum Nachdenken und das ist auch gut so. Aber das Ganze braucht einen Rahmen, Sie brauchen einen Anker und diesen Anker bilden Ihre Emotionen. Was Sie sehen, hören und fühlen, verankert sich in Ihrem Unterbewusstsein und ist sozusagen Ihr Schiff. Oben ist das Steuer, ganz oben ist die Kapitänskabine, also Ihr Kopf – den Sie natürlich auch brauchen. Aber beide Elemente müssen zusammenwirken und deshalb müssen Sie Ihre Emotionen verankern (sehen – hören – fühlen). Der eine oder andere wird vielleicht sagen, warum man denn nicht noch riechen und schmecken dazu nimmt, das sind doch auch zwei Sinne? Man kann sie sicherlich auch noch ergänzen, aber aus meiner Erfahrung heraus sind die drei Genannten erst einmal zentral.

Wenn Sie dieses Konzept nachvollziehen können, nehmen Sie sich bitte ein Blatt und einen Stift und schreiben Sie Ihre Visionen jetzt auf. Wenn ich Sie frage: „Wie soll denn Ihre Situation sein, was gehört für Sie alles dazu?“, dann schreiben oder malen Sie jetzt spontan alles auf, was Ihnen dazu einfällt.

Mein Bild zu meiner Vision wie die Dinge sein sollen:

Malen Sie etwas auf ein Blatt Papier

Haben Sie Ihre Visionen aufgemalt? Wie ging es Ihnen dabei? Haben Sie vielleicht gefühlt, dass eine gewisse Last von Ihnen abfällt? Ich habe immer wieder in Seminaren und Coaching-Prozessen beobachtet, wie den Menschen wenn sie das zum ersten Mal in ihrem Leben machen – und das ist häufig der Fall! – auf einmal eine Last von den Schultern fällt. Sie merken: ich habe jetzt einen Plan, das ist meine grobe Vorstellung, ich habe jetzt eine Art Weichzeichnung.

Sie haben hier eine Wunschsituation vorliegen, mit der wir dann natürlich weiterarbeiten müssen und die sehr viel konkreter werden muss. Aber an dieser Stelle müssen Sie natürlich erst mal diesen Weichzeichner haben, sonst kommen Sie gar nicht vorwärts.

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