Warum will ich eigentlich etwas erreichen? Es gibt meistens eine Ausgangssituation – wir fangen ja nicht bei null an. Das heißt, Sie haben auf jeden Fall schon einen Weg hinter sich, Sie haben gewisse Dinge schon getan oder haben schon ein Projekt oder verschiedene Laufbahnen hinter sich gebracht. Jetzt sind Sie an dem Punkt, wo Sie planen und nach vorne schauen und das Ganze in den Griff bekommen möchten.

Wichtig ist an der Stelle zunächst einmal, die eigene Situation zu evaluieren, das heißt, erstmals zu beleuchten: was ist denn eigentlich meine Situation, die Ist-Situation? Sie zu erfassen, ist sehr wichtig. Dazu müssen Sie sachlich feststellen, was die Ausgangssituation ist. Beispielsweise: ich habe ein bestimmtes Projekt gerade abgeschlossen, ich habe gewisse Lerneffekte daraus und die möchte ich für das nächste Projekt mitnehmen und es noch besser machen. Oder im privaten Bereich: wenn ich einen bestimmten Plan in Angriff nehmen will, ich möchte zum Beispiel eine Weltreise machen und stehe jetzt am Beginn oder habe schon etwas Planung hinter mir – was ist die Ausgangssituation?

Hier kommt es nicht nur auf den Sachzusammenhang an, sondern vor allem auf die Emotionen. Das heißt: bewegen tun Sie sich nur durch Emotionen. Es muss Ihnen klar sein, dass die Zahlen, Daten, Fakten, die Sie im Kopf haben, die Logik sind, die Sie zum Nachdenken anregt, was natürlich wichtig ist. Das ist das Bewusstsein, was Sie im Kopf haben. Wenn Sie an Ihren Plan oder an Ihre jetzige Situation denken, gibt es aber auch das, was Sie sehen, hören und fühlen. Diese Emotionen sind sehr wichtig, denn sie sacken ins Unterbewusstsein – und das Unterbewusstsein steuert letztlich Ihren langfristigen Kurs. Natürlich brauchen Sie Ihr RAM, Ihre kleine Festplatte im Kopf, um kurzfristig und taktisch handlungsfähig zu sein und die besten Ergebnisse zu erreichen. Aber dennoch sollten Sie auf Ihre Emotionen achten, wenn Sie Ihre jetzige Situation beurteilen.

Stellen Sie nun mit einem Zettel und Stift handschriftlich fest, wie Sie Ihre jetzige Situation sehen. Lassen Sie sich das durch den Kopf gehen und versetzen Sie sich in Ihre Situation (denn durch das Lesen sind Sie ja gerade draußen). Denken Sie über Ihre Lage nach und stellen Sie dann fest, was da an Emotionen in Ihnen vorgeht. Schließen sie hierzu die Augen und fragen Sie sich: wie ist meine derzeitige Situation? Warten Sie einfach ab, was Ihnen durch den Kopf geht. – Sie öffnen jetzt die Augen und schreiben so schnell wie möglich die Dinge herunter, die Ihnen gerade durch den Kopf gegangen sind.

 

Folgende Dinge sind mir zu meiner derzeitigen Situation durch den Kopf gegangen:

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Sehen, hören, fühlen – das sind die drei Sinne mit Emotionen, die entscheidend dafür sind, wie alles in Ihrem Unterbewusstsein verankert ist. Wenn ich Sie frage: „Wie geht es Ihnen, wie ist Ihre Situation?“, dann achten Sie darauf, sich selbst zu analysieren und wahrzunehmen, was Ihnen durch den Kopf geht.

Was hören Sie, was sehen Sie, was fühlen Sie? Spüren Sie beispielsweise einen gewissen Druck, weil bestimmte Aufgaben nicht fertig werden, oder hören Sie Beschwerden von Kunden, von Vorgesetzten? Hören Sie, wie Ihre Mitarbeiter sich untereinander darüber streiten, dass die Teamzusammenarbeit nicht klappt? Was hören Sie? Was sehen Sie? Sehen Sie zum Beispiel betretene Mienen, wenn Sie einen Raum in Ihrer Firma betreten? Dass keiner darauf reagiert, was Sie sagen oder dass keiner auf Fragen von Ihnen reagiert? Sehen Sie bestimmte Dinge, die wichtig sind in diesem Zusammenhang? – Schreiben Sie es auf!

Nehmen Sie sich ein Blatt und schreiben Sie folgendes auf: Wenn ich an meine jetzige Situation denke, dann

Sehe ich ______________________________________________________________________________________

Höre ich ______________________________________________________________________________________

Fühle ich ______________________________________________________________________________________

 

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