Verbessern Sie die Leistung Ihrer Mannschaft durch effektive Führung

Wenn Sie die Leistung Ihrer Mitarbeiter verbessern wollen, sollten Sie einen näheren Blick auf sich selbst werfen. Inwieweit sind Sie eine Führung-skraft? Keine Sorge – Sie müssen nicht als Anführer geboren sein. Effektive Führung ist wie ein Handwerk, das aus einigen wichtigen Methoden besteht, die man lernen kann. Wir werden uns damit in einigen Minuten beschäftigen. Doch erst lassen Sie uns der Frage zuwenden:

Warum überhaupt Führung? Brauchen wir wirklich Führungskräfte?

Warum überhaupt Führung? Nun, sobald mehr als zwei Personen in einer Organisation zusammenarbeiten, um etwas zu erreichen, ist Führung not-wendig. Führung ist immer dann notwendig, wenn es ein Ziel gibt, das er-reicht werden soll und das zu komplex ist für eine einzelne Person. Folglich ist das Ziel der Führung, einen Einfluß zu gewinnen auf das Verhalten von Individuen und Gruppen, damit das vorgegebene Ziel geschafft werden kann.

Deshalb benötigen wir Führungskräfte, Aufgaben und Projekte an die Mitglieder einer Gruppe oder Organisation verteilen können, damit jeder Einzelne seine oder ihre Stärken einbringen kann, um das beste Resultat zu erreichen. Dies erfordert Koordination: Die Führungskraft muss sicherstel-len, dass jede Gruppe die Aufgaben auf der Grundlage der vorgegebenen Zielsetzung erfüllen kann.

Einer der Kernpunkte hier ist die Motivation der Belegschaft. Bevor man Aufgaben verteilt, ist es äußerst wichtig, das Team ständig an das ge-meinsame Ziel zu erinnern – und wie wichtig das Verfolgen dieses Ziels ist. Wenn zum Beispiel unsere Organisation das eleganteste Auto auf dem Markt produzieren soll, muss jedes Gruppenmitglied die größtmögliche Ener-gie dafür einsetzen.

Das bringt uns zur Zielsetzung. Vielleicht kennen Sie das aus einem Un-ternehmen: Das Hin und Her, hektisches Umherrennen, aber die Ziele sind nicht klar formuliert. Mark Twain sagte einmal: Als sie das Ziel aus den Au-gen verloren, verdoppelten sich ihre Anstrengungen. Das ist nicht weit her-geholt, das kommt geradewegs aus der Wirklichkeit.

Nun beenden wir diesen Punkt und kommen zur effektiven Führung. Hier geht es um einige der wichtigsten Methoden, die es zu lernen gilt.

Vertrauen – oder: wenn Delegieren alles zerstören kann

Vertrauen ist die Grundlage jeder effektiven Führung. Wenn die Angestellten Ihnen nicht vertrauen, werden sie Ihnen auch nichts über ihre Fehler erzählen, sie werden sich nicht öffnen für Unterstützung, um etwas zu verbessern und sie werden nicht ihr Bestes geben bei ihrer Arbeit. Las-sen Sie uns mit einem üblichen Fehler beginnen, der zu Misstrauen führen kann und jede effektive Führung verhindert. Viele Führungskräfte verhalten sich gelegentlich zynisch oder sarkastisch. Denken Sie daran, dass Angestellte in dieser Situation wie Kinder sein können: Sie können Ihre Ironie oder Ihren Sarkasmus nicht verstehen, wenn sie nicht wissen, dass dies eine Eigenschaft von Ihnen ist oder sie verstehen das nicht so, wie Sie es absenden. Der andere Fehler ist, wenn Sie zunächst Aufgaben dele-gieren und später dann immer eingreifen, indem Sie ständig fragen ‘wie läuft es?’. Das schafft auf der anderen Seite die Einstellung: warum gibt er mir erst die Aufgabe, wenn er mir nicht zutraut, sie zu vollenden? Setzen Sie sich selbst Kontroll-Termine, um die Berichte zu beurteilen und nehmen Sie sich Zeit, um Änderungen einzubringen. Wenn Sie jemanden kritisieren, beurteilen Sie nur sein Verhalten und nicht die Person. Es gibt viel zu sagen zum Thema Vertrauen, ich will hier nur eine kurze Einführung geben. Wenn Sie mehr erfahren wollen, lesen Sie bitte die weiteren Artikel dieser Serie und trage sich ein in unsere Reihe für Führungskräfte.

Bleiben Sie authentisch – oder: wann demokratische Füh-rung nicht die beste ist

Authentisch sein ist direkt verbunden mit dem Schaffen von Vertrauen. Wenn Sie authentisch sind, müssen Sie Ihre Einstellung nicht alle paar Mi-nuten ändern. Jedermann kann erkennen, dass Sie einen roten Faden ver-folgen, Prinzipien haben, nach denen Sie handeln, Ihre eigenen Werte, Ih-ren Glauben, die Art, wie Sie mit Themen und mit Leuten umgehen. Authen-tisch sein heißt auch, dass andere Sie einschätzen können, so dass sie Ih-nen trauen können, wenn sie Ihnen etwas erzählen. Um Missverständnisse zu vermeiden: Natürlich kann man seine Meinung ändern, natürlich kann man die Richtung ändern, wenn Sie das Gefühl haben, Sie kommst nicht so voran, wie es geplant war. Authentisch sein heißt, dass eine Linie in Ihrer Führung zu erkennen ist, dass Ihre Führung mit Ihrer Persönlichkeit übere-instimmt. Der oft zitierte demokratische Führungsstil macht nur Sinn, wenn er zu Ihrem Charakter passt. Wenn Sie mit Mitarbeitern über Jahre hinweg autoritär umgegangen sind, bringen sich Ihre Leute nicht so mehr ein, wenn Sie sie plötzlich mit einem Schmusekurs behandeln. Wenn man sich in diese Richtung entwickeln will, muss man langsam einen Schritt nach dem anderen machen, damit die Menschen sich allmählich daran gewöhnen können.

Zeigen Sie die Richtung – oder: warum immer effizienter-es Arbeiten keinen Sinn macht

Viele Führungskräfte verteilen einfach die Arbeit an ihre Leute, erzählen ih-nen, was bis wann zu tun ist und geben ihnen das nötige Material. Das ist gewiß nicht schlecht. Jedoch müssen Sie Ihren Mitarbeitern die Richtung vorgeben. Denken Sie an Motivation, nehmen einen Perspektivwechsel vor und versetzen sich in die Lage Ihrer Mitarbeiter: Warum soll ihre Aufgabe an erster Stelle stehen? Welche Ergebnisse müssen erzielt werden? Und warum? Wie kann jemand noch viel mehr schaffen, wenn er mit anderen zusammen eine Aufgabe anpackt? Wo bleibt das “wir”? Für Ihre Leute ist Arbeiten ohne Ziel wie das Dasein des Hamsters in seiner Tretmühle. Eine absolute De-Motivation ist, wenn man nicht in der Lage ist, den Sinn einer Arbeit zu erklären. Es zählt nicht nur die Effizienz – oder mit anderen Worten: die Dinge richtig tun. Als aller erstes ist es die Effektivität – die Wirksamkeit – die gute Ergebnisse erzielt. Dabei ist es wichtig, Prioritäten zu setzen, entsprechende Aufgaben auszusuchen und durchzuführen. Effi-zient allein ist eine Sackgasse.

Bauen Sie auf die Stärken Ihrer Leute – oder : warum es uneffektiv ist, Schwächen zu beseitigen

Lernen Sie Ihr Team kennen – ist hier die Kernbotschaft. Viel zu viele Leute versuchen, die Schwächen zu beseitigen, was nicht sehr effektiv ist. Vielmehr sollten Sie die Stärken kennen und einsetzen, die eigenen und und die der Mitarbeiter. Und zur gleichen Zeit einen Weg finden, mit den Schwächen umzugehen. Ein Beispiel: Der Leiter einer Verkaufsabteilung ist sehr stark darin, seine Verkäufer zu motivieren, aber recht schwach, wenn es darum geht, mit Zahlen zu operieren. Weil er das weiß, sucht er jemanden im Team, der besonders gut ist im Umgang mit Zahlen und Excel Tabellen. Also delegiert er die Aufgabe zur Berichterstellung – anhand der Kernthe-men, die er immer noch bestimmt – an die ausgewählte Person. Um es mit Peter Drucker zu sagen: Richten Sie Ihre Pläne nach Ihren Stärken und vergessen Sie Schwächen. Diese gehören verwaltet – dann werden sie ir-relevant.

Wirksame Kommunikation – oder: Warum e-mails gefähr-lich sind

Die Fähigkeiten zur Kommunikation sind elementar für jede Führungskraft. Das heißt nicht, dass Sie eine extrovertierte Persönlichkeit sein müssen, wenn Sie wirksam führen wollen. Sie können Ihre Stärken einsetzen, wie oben geschildert. Falls Sie eine introvertierte Persönlickeit sind, warum sollten Sie nicht Ziele schaffen können, denen Ihre Leute folgen, statt große Reden zu schwingen? Auf diese Art können Sie vermeiden, was Sie so sehr hassen, weil es Ihnen nicht entspricht. Es gibt einige grundlegende Regeln, die ich in späteren Blogs beschreiben werde. Doch hier sind für den Anfang ein paar Ideen: Bevor Sie mit der Kommunikation beginnen, überlegen Sie, ob Sie lieber reden oder schreiben wollen, ob nur mit Einem, mit einigen oder gar vielen Leuten. Wenn es um’s Reden geht, ist einer der Vorteile, dass man auch seine Körpersprache gebrauchen kann, und dass die Leute in Ihrem Gesicht lesen können und dass Sie außerdem mit Ihrer Stimme Dinge klar machen können. Sie können persönlich kommunizieren oder – bei Wegfall der Körpersprache – per Telefon. Beim Schreiben gilt: Vorsicht mit der e-mail, sie ist möglicherweise die gefährlichste Art der Kommunka-tion, indem man Missverständnisse schaffen kann. Verstehen Sie mich nicht falsch: Wir brauchen e-mails. Denken Sie jedoch daran, eine e-mail ist im-mer noch ein Brief, nur ein elektronischer eben. Aber viele machen den Feh-ler und geben ihren Impulsen freien Raum, nur um diese zu dokumentieren, und anderen die Möglichkeit zu geben, sie weiterzuleiten, wie sie möchten – möglichweise mit ernsthaften Konsequenzen. Manchmal sollte man das ver-trauliche Vier-Augen-Gespräch vorziehen. In anderen Fällen macht es mehr Sinn, eine Teambesprechung abzuhalten, oder sogar eine Rede vor allen zu halten. Wir werden uns damit später noch mehr befassen. Hier nur noch ein Gedanke: Überlegen Sie vorher, was Sie mitteilen möchten. Denken Sie an das Prinzip vieler Journalisten: Schaffen Sie erst eine Überschrift, dann eine Zusammenfassung und gehen erst dann ins Detail.

Ich werde in den folgenden Blogs näher darauf eingehen. Falls Sie interess-iert sind, registrieren Sie sich bei unserer Weiterbildungsserie für Führung-skräfte.

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